Geschrieben von Thzamus, am Sonntag, 4. Januar 2009  |
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Ja, ihr habt richtig gehört! Auch im Jahr 2009 stahlt der großdeutsche Rundfunk Radio DieStimmeDeutschlands hinaus in die weite Welt. Und auch im neuen Jahr sitzt für euch Thzamus hinter dem Mikrophon im Studio Hannover, um euch durch unseren DSD-Wochenrückblick zu führen. Ihr seht, ein neues Jahr kann auch manches beim Alten belassen. Doch die Welt um uns herum lässt so manches wandeln und manch einer erhofft sich geradezu ein Veränderung in seinem Leben. Was wird dieses Jahr 2009 mit sich führen? Die schwerste Rezension der Geschichte? Den Zusammenbruch des Finanzsystems? Oder den Ruck im Volk sich in eine neue Richtung auf zumachen; Auf zu neuen Ufern? Was das neue Jahr auch bringt, Radio DSD wird es begleiten und obendrein sich selber treu bleiben. Was auch kommen möge. Und so lauschen wir dem folgenden Stück just in dem Moment indem die israelischen Truppen die Grenze von Gaza überschreiten und in das Landesinnere vordringen... Musik Und hier ist er nun, eine dieser beliebten und doch oft so schnöde dahingeschmierten „Jahresrückblenden“. Das besondere an der folgenden ist nicht nur, daß sie von mir ist, sondern obendrein sich nur einen Teilaspekt der Politiklandschaft zum Thema gemacht hat. Ein Gespenst geht um in Deutschland. Es ist das Gespenst der nationalen Identität. Schon wieder ein Artikel, der mangelndes Deutschtum zu Thema hat, wird der ein oder andere denken. Doch weit gefehlt. Es ist eine rein profane und einfache Darstellung von Eindrücken und dem täglichen Geschehen. Hierzu werden einige Beispiele genannt. Die nationale Identität ist zwingend politisch, aber in der Basis rein natürlich. Sie müsste nicht genannt werden, denn aus der reinen Existenz des Staatbürgers leitet sie sich ab. So wäre es jedenfalls, wenn wir kein Zeitgeschehen hätten, in dem eben jenes bestritten wird, in dem nationale Identität als Sektiererei bezeichnet wird. Dieser Umstand geht so weit, als das nicht nur das Thema Nationalsozialismus im Fokus der Betrachtung steht, um mit nationaler Identität gründlich aufzuräumen. Nein, wir haben es vielmehr mit einer Hexenjagd zu tun, die das Wort des Rechtsextremismus eingeführt hat, ohne zu erläutern, was sich hier verbirgt. Der geneigte Leser wird sich sogleich denken, daß hiermit doch nur die Neu-Nationalsozialisten gemeint sein können. Doch weit gefehlt. Rechtsextremismus ist in diesen Tagen zum Begriff für jegliche rechtspolitische Strömung geworden. Mit seiner Hilfe sind die letzten konservativen Köpfe aus Reihen der Union verschwunden, mit seiner Hilfe wurden die demokratisch ausgerichteten Republikaner jahrelang vom Verfassungsschutz beobachtet, der erst dann von ihnen abließ, als sie keine politische Bedeutung mehr spielten. Rechtsextremismus ist in der demokratischen Grundhaltung salonfähig gemacht worden. So ist der heimatliebende Funktionär der CSU in Bayern zu einem Rechtsextremisten geworden, in dem er sich gegen islamischen Religionsunterricht verwahrte und obendrein Kriminalität unter Ausländern kritisierte. Die NPD und die wirklichen Kräfte des ernst zu nehmenden Nationalen Widerstandes kommen erst an exponierter Stelle. Hier greift auch die Formulierung: Rechtsextremisten. Und das freilich ohne eine Differenzierung zu wagen. Es gilt: Das Rechte Lager, vom Konservativen, zum deutschliberalen, ist rechtsextrem oder rechtextremverdächtig. Diese Einteilung belässt es freilich nicht dabei sie als Fehldeutung im Dschungel der Politiklandschaft versauern zu lassen. Sie nistet sich allmählich in die Umgangssprache und in die Umgangsform ein. Auf privater Ebene äußert sich dies, in dem der Bürger Bauchschmerzen hat, wenn er vom „nationalen Deutschland“ spricht, da er stets Sorge haben muß, als Neonazi bezeichnet zu werden. Denn es gilt auch hier: Eine Behauptung, und sei sie noch so irrtümlich gemacht worden, bleibt eher im Gedächtnis, als die später vollzogene Zurücknahme der Behauptung. So macht dieser politische Neusprech keinen Halt vor weiteren wesentlichen Instanzen des öffentlichen Lebens: Zum Beispiel sei ihr die Justiz genannt. Komaschläger erhalten Bewähungsstrafen, Messerstecher müssen zum Anti-Aggressionstraining und Randalierer werden als Jugendliche mit Geltungsbedürfnis bezeichnet. Dies ist Alltag in deutschen Gerichten und zeigt deutlich, wie das Leid der Opfer unter das Milieu der Täter zurückgestellt wird. Die Lehre der 68er treibt dies auf die Spitze, in dem bereits impliziert wird, daß auch das Opfer seine Mitschuld an der Tat des Täters trüge und somit ggf. ebenfalls zu belangen sei. Die Folge ist eine Kuscheljustiz, die vor allem gegenüber ausländischen Straftätern besonders vorsichtig vorgeht, da ansonsten sogleich der Passus des rechtsextremen Richters greift, der es wagte aus seiner angeblich nationalen Warte heraus, einen Ausländer zu verurteilen. Der Irrsinn wird dann deutlich, wenn offenkundig die Täter die milden Urteile nicht als Chance wahrnehmen, sondern als Freibrief. Die Zahl der Wiederholungstäter darf gerne herangezogen werden. In einer Linie steht nicht nur dieses Beispiel des öffentlichen Lebens, sondern auch jene, die die öffentliche Meinung und somit das öffentliche Leben bestimmen: Die Medienlandschaft. An Hand des Beispiels der griechischen Unruhen kann deutlich gesagt werden, daß die Unruhen aus „Perspektivlosigkeit der Jugend“, „wirtschaftlichen Problemen“, und „einer unfähigen politischen Führung“ herrühren und somit von „Rechts“ kommen. Hier wird um Verständnis mit Gewalttätern geworben und obendrein als Reaktion auf eine autoritäre Diktatur (die jedoch schon vor 35 Jahren endete) gewertet. Also kämpfen hier linke Helden gegen rechte Tyrannen. Dabei feiert hier gerade das Lumpenproletariat eine Feier, ohne wirkliche Ziele zu besitzen. Es zeigt die Mangelnde Fähigkeit der Exekutive, aber mehr nicht. Hinzu auch die Wahrnehmung von politischen Ereignissen. So wird der tschechische Präsident Klaus womöglich seine Zustimmung zum Vertrag von Lissabon verweigern. Hier sind „natürlich nationale, also potenziell rechtsextreme“ Gedanken im Spiel. Oder denken wir an die Forderung der CDU die deutsche Sprache ins Grundgesetz aufzunehmen. Diese ist ebenso potenziell rechtsextrem, denn, wenn wir der Empörungswelle glauben möchten, hat dies bereits jetzt Anzeichen einer „Ausgrenzung von Ausländern“ an sich und ist somit Vorstufe zu einem möglichen Pogrom. Diese Darstellung ist ganz bewusst sehr überspitzt, doch sie sollte das aussprechen, was zwischen den Zeilen der Zeitungsartikel dieser Tage deutlich zu entdecken ist. Dazu passt treffen die Forderung der Grünen dieser Tage, die sich dafür einsetzen über Rechtsextremismus, der in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen sei schon die Jüngsten ab dem Kindergarten aufzuklären. Diese feige Art und Weise der Erziehung ganz unberücksichtigt gelassen, so könnte ein jeder von uns froh sein, wenn der die Rechtspolitik wirklich in mitten unserer Gesellschaft angelangt sei. Das ist er jedoch mit Nichten, was an der Parteienlandschaft gut abzulesen ist. Da gibt es die NPD. Gut. Aber gibt es auch etwas für den konservativem Bürger? Nein, denn die CDU ist nach links gerückt und das Vakuum, welches sie hinterlassen hat Das zeigt, daß das rechtspolitische Spektrum aus Furcht vor der Bezeichnung „Rechtsextremismus“ Hals über Kopf nach Links entweicht. Die Basis für nationale Politik ist schon in ihren Grundfeste verloren gegangen, denn die NPD alleine kann nicht der rettende Hafen sein. Der rettende Hafen ist der freie Deutsche, der nationale Identität leben darf. Ohne Verzagtheit, ohne Reue. Musik Und es gäbe noch so viel zu berichten. Zum Beispiel hätte Erwähnung finden können, daß dieser Tage in Passau eine von Christian Worch ins Leben gerufene Demonstration zum Thema „Gegen polizeiliche Willkür und Medienhetze!“ stattfand, die unmittelbar auf einen allseits bekannten Vorfall im vergangenen Jahr abzielte, auf den wir im Interesse der geschädigten Seele, die ohnehin die Berichterstattung in den vergangenen Wochen verfolgen konnten, nicht näher eingehen wollen. Ergebnis: Demonstration friedlich, Gegendemonstranten ein wenig aufrührerisch und vor allem: Kaum tätowierte Menschen. Nun sei es drum. Sollte sich in diesem Fall etwas neues ergeben, dann wird Radio DSD selbstverständlich in aller Ausführlichkeit darüber berichten. Auch wäre es bestimmt absolut interessant zu berichten, wie sich die Statistiker im Bundeskriminalamt wieder einmal in der Feststellung von rechtsextremen Straftaten vergaloppiert haben. So mussten einige große Zeitungen und Wochenblätter, darunter auch der Spiegel einräumen, daß ihrer reißerischen Artikel über die zunehmende und einem Höchststand zusteuernde rechtsextreme Gewalt auf falschen Zahlen basierten, die die großen Nachrichtenagenturen bereitstellten. Und wie es sich gehört war diese Berichtigung dem Spiegel eine kleine Randnotiz auf seiner Heimseite wert. Doch, was gäbe es sich dort zu erregen, wo es nicht einmal offenkundig ist, was überhaupt zu den diversen Statistiken hinzuzuziehen ist und was nicht. Musik Brennende Autos und Straßenschlachten zwischen Polizei und einer inhomogenen Menschen an Demonstranten, dazu gewalttätige Ausschreitungen im Alltag, sowie eine öffentliche Debatte. Es wirkt ganz so, wie es im Jahr 68 in der Bundesrepublik der Fall war. Griechenland ist ein Politikum und mit ihm die Vorgänge, die hier von Statten gehen. Griechenland ist ein maroder Staat, der sich nur mehr um sich selber, aber nicht um sein Volk kümmert. Dies nutzt die politische Seite aus, die schon seit Jahrzehnten im Aufwind ist und in diesen Tagen zu einer echten Gefahr erwächst: Die Linke. Es sind jedoch keine gesellschaftlichen Umstürzungen, die den Ausschlag für die Ausschreitungen in Griechenland gaben, sondern die Frustration der Jugend, daß sich ihr "Anpassen an die Gesellschaft" nicht gelohnt hat. Dies sei daran festzumachen, daß Die Jugend in Griechenland wohl rote Fahnen trägt, aber keinerlei Ideen hat. Hier gilt: Links = Rebellion und Protest. Warum eigentlich links? Kommen wir darauf zurück, denn es geht hier nicht um das Thema Griechenland, welches in diesem Forum bereits besprochen wurde, sondern um die Jugend, um die Wichtigkeit der Jugend. Denn es rebellieren jene, die nicht statuiert sind, die keine Hoffnung haben oder die Welt nicht mehr verstehen, sowie die sich eine andere Welt erträumen. Zu letzteren zählen politische Revolutionen, zu ersteren zählen jedoch primär die Exzesse in Griechenland und anderswo in Europa. Denn es war nicht nur Griechenland, wo die Jugend auf die Straße ging. Es war auch Italien, Spanien und Frankreich. In diesem Windschatten erhofft sich die Linke einen entscheidenden Einfluß zu erobern. Ebenfalls köcheln in diesem Windschatten rassische Unruhen (Frankreich). Daher ist es schwer den Blick auf die Wesentlichen Ursachen des Ausbruches der Unruhen zu behalten und nicht nur das zu sehen, wie es sich jetzt im Augenblick darstellt. Nichtsdestotrotz sehe ich in der Jugend, wie es jeder vernünftige Mensch tun sollte, die Chance neue Träger eines neuen Geistes zu gewinnen. Die Linke hat die Jugend mitunter instrumentalisiert. So wollen wir einmal die Richtung angeben, nach der sich andere politische Meinungen zu orientieren haben. Heraus aus dem reagieren, hin zum agieren, denn das ist es, was die Jugend trieb: Sie will agieren. Sie hat zu lange reagiert. Musik Und nun aus der Kategorie: Völkisches und historisches. Ein Beitrag von Großdeutschland, heute einmal verlesen von mir. Doch ich schließe mich ohne Umschweif den Glückwünschen an, die mit dem folgenden Beitrag einhergehen. Den Glückwünschen an den großen Sammler der deutschen Sprache an. Zum 180. Geburtstag von Konrad Duden Konrad Duden wurde am 3. Januar 1829 als zweiter Sohn des »Liqueurfabrikanten« Johann Konrad Duden und dessen Ehefrau Juliane Charlotte (»Julia«) auf dem Gut Bossigt in Lackhausen geboren. Konrad Duden besuchte von 1837 bis 1846 in Wesel das Gymnasium und schloß es im Alter von siebzehn Jahren mit dem Abitur ab und immatrikulierte sich an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn für ein Studium der Philologie, Germanistik und Geschichte. Als Mitglied der Verbindung »Germania« beteiligte er sich im Revolutionsjahr 1848 an den Demonstratrationen der Burschenschaften. Finanzielle Gründe zwangen Konrad Duden, das Studium nach vier Semestern abzubrechen. Trotz des Studienabbruchs konnte er mit einer Ausnahmegenehmigung am 17. März 1854 die Abschlußprüfung an der Universität Bonn nachholen und im selben Jahr an der Philosophischen Fakultät der Philipps-Universität Marburg promovieren. 1861 heiratete der Zweiunddreißigjährige Adeline Sophia Jakob, die elf Jahre jüngere Tochter eines deutschen Konsuls, die er 1854 während eines Aufenthalts in Messina kennen gelernt hatte. 1871 gründete Konrad Duden mit finanzieller Unterstützung von Honoratioren einen »Allgemeinen Bildungsverein« – eine Vorform der Volkshochschule – in Schleiz und veröffentlichte im Jahresbericht der Schule Rechtschreibregeln (»Zur deutschen Rechtschreibung«). Im Jahr darauf folgte das später als »Schleizer Duden« bezeichnete Buch »Die deutsche Rechtschreibung. Abhandlungen, Regeln und Wörterverzeichnis mit ethymologischen Angaben«. Mit dem Adjektiv »deutsch« hatte man im Mittelalter die einheimische germanische Volkssprache sowohl von dem »Welsch« der kelto-romanischen Nachbarn als auch vom Latein der Gelehrten abgegrenzt. Der älteste Beleg für das Wort – und zwar in lateinischer Übersetzung – stammt aus der Zeit Karls des Großen (786). Obwohl Martin Luther (1483 - 1546) mit seiner Bibel-Übersetzung eine überregionale deutsche Hochsprache geschaffen hatte (»Luther-Deutsch«), war die deutsche Rechtschreibung schon aufgrund der zahlreichen Kleinstaaten weder übergreifend noch verbindlich geregelt worden. Aber die Reichsgründung am 18. Januar 1871 ging mit dem Bestreben nach einer Vereinheitlichung auch der Schriftsprache in Preußen, Sachsen, Bayern sowie den anderen Territorien einher. Adalbert Falk (1827 – 1900), der neue preußische »Minister für geistliche, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten«, wurde 1872 von der Schulkonferenz der Länder in Dresden beauftragt, eine Rechtschreibreform vorzubereiten. An der vom 4. bis 15. Januar 1876 in Berlin tagenden »Orthographischen Konferenz« nahm auch Konrad Duden teil. Der Versuch zur »Herstellung größerer Einigkeit in der deutschen Rechtschreibung« scheiterte jedoch, weil Reichskanzler Otto von Bismarck (1815 - 1898) sein Veto gegen die in Berlin erarbeiteten Reformvorschläge einlegte. Trotz des Fehlschlags gab Konrad Duden nicht auf, sondern brachte am 7. Juli 1880 ein »Vollständiges orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache« heraus. Dieses unter Einbeziehung bayerischer Besonderheiten auf preußischen Regeln fußende Werk erklärten die Vertreter der deutschen Bundesstaaten und Österreich-Ungarns, die durch einen Beschluß des Bundesrats ab 1903 für den amtlichen und schulischen Gebrauch im gesamten Reichsgebiet verbindlich eingeführt und sowohl von der Schweiz als auch von der Doppelmonarchie übernommen wurde. Neunundzwanzig Jahre lang leitete Konrad Duden das Königliche Gymnasium zu Hersfeld. Der von seiner Tätigkeit begeisterte Pädagoge ging erst als Sechsundsiebzigjähriger am 18. September 1905 in den Ruhestand und richtete sich auf seinem Alterswohnsitz in Sonnenberg ein. Sein Name war inzwischen so bekannt, daß ihn die im selben Jahr erschienene 9. Auflage seines Wörterbuchs und Regelwerks im Titel trug: »Duden. Rechtschreibung der deutschen Sprache und der Fremdwörter«. Der »Duden« wurde zum Begriff. Am 1. August 1911 starb Konrad Duden im Alter von 82 Jahren. Beigesetzt wurde er in Bad Hersfeld. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es vier Jahrzehnte lang in der DDR und in der Bundesrepublik Deutschland getrennte Duden-Ausgaben. Anfang 1990 setzten sich die Mitarbeiter der Mannheimer Duden-Redaktion und des Leipziger Bibliographischen Instituts zusammen, um einen gemeinsamen Duden zu erarbeiten. Der erschien 1991. Im Juli 1996 erklärten Deutschland, Österreich, die Schweiz und einige Staaten mit deutschsprachigen Bevölkerungsgruppen ihre Absicht, eine Rechtschreibreform durchzuführen. Obwohl die Änderungen auf breite Ablehnung stießen, wurde die Rechtschreibreform am 1. August 1998 in den deutschen Schulen eingeführt. Im März 2006 beschlossen die Kultusminister und die Ministerpräsidenten, der Rechtschreibreform mit den vom »Rat für deutsche Rechtschreibung« erarbeiteten Nachbesserungen ab 1. August 2006 bundesweit Geltung zu verschaffen. Weil zusätzliche Schreibvarianten eingeführt wurden, viele Autoren und Verlage sich weigern, die offiziellen Schreibweisen zu übernehmen und einige Medien Hausorthografien eingeführt haben, herrscht nun im deutschsprachigen Raum wieder ein Durcheinander wie vor Konrad Duden. Und zum Abschluß dieser Sendung steht aus unserer literarischen Ecke ein kleines Gedicht, welches uns das Dunkel des Winters vor Augen hält. Sterben im Herbst Welk Geäst am Wegesrain im Schoß von ewig knorrig’ Weiden Den Kopf herab zum Erdenreich; küsst den Grund mit seinen Zweigen Am einsam Wegesrand stehen sie Spalier in Trauer nun noch mehr Verfaulend Arm, verfaulend Bein, die Glieder schmerzen sehr Wind pfeift eisig auf der Such’ nach Sommer durch das Land Dem Sommer ist es Zeit zu gehen, der Herbst reicht ihm die Hand Leuchtende Farben in gelb und rot strahlend täuschen Weinende Nur der Wind singt flüsternd leis’ ein Lied; kennend das Kommende Weißes Todgewand des Winters senkt sich über weite Felder Ein Gewand gedeckter Farbe bettet Lebensquell zur letzten Ruh Schickt schleunigst heim des letzten Lebens Boten, deckt sie zu Sturm fegt über Ebenen, treibt pustend Schnee in finstre Wälder „So gehet nun, so gehet gleich!“, braust Hauptmann Hiemes Heer Auf hohem Ross ritt nun der Tod, wen Sturm den Tapfren hieß Längs Gebein bleicher Soldaten rast er durch Morast Es grüßt bald die Marschierenden wen Forstes Blick erfasst In Dunkles Treiben es sich zeigt, wer die Letzten stürzen ließ Der einsam Sonne Schein; in Wintersreich fürcht er sich sehr Und das war sie nun: Die erste Sendung von Radio DieStimmeDeutschlands im Jahr 2009. Ich wünsche euch gut in das Jahr gestartet zu sein und ebenso kraftvoll und mutig durch die kommenden Tage zu schreiten, wie im vergangenen Jahr.
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